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Am Rad der Sommerzeit wird nicht gedreht

Yvette Estermann ist mit ihrem jüngsten Anlauf zur Abschaffung der Sommerzeit beim Bundesrat abgeblitzt. Die SVP-Vertreterin hat sich nicht zum ersten Mal gegen die Zeitumstellung gestellt.

Bundesrat hält an Sommerzeit fest: Ein Mann richtet eine Uhr von Sommer- zu Winterzeit. (Archiv)
Bundesrat hält an Sommerzeit fest: Ein Mann richtet eine Uhr von Sommer- zu Winterzeit. (Archiv)
Christian Beutler, Keystone

Der Bundesrat hält an der 1981 eingeführten Sommerzeit fest. Abschaffen würde er die Zeitumstellung nur dann, wenn die Mehrheit der umliegenden Länder diesen Schritt auch machen würde.

Das schreibt er in seiner heute veröffentlichten Antwort auf eine Motion von Yvette Estermann (LU). Sie verweist auf den negativen Volksentscheid von 1978, die gesundheitlichen Risiken und die wachsende Unzufriedenheit in anderen Ländern.

Die SVP-Nationalrätin war bereits 2010 mit ihrer Forderung zur Abschaffung der Sommerzeit gescheitert. Die Umstellung von der Winter- auf die Sommerzeit führe dazu, dass «ein überwiegender Teil der Bevölkerung monatelang unter chronischem Schlafmangel» leide, ein erhöhtes Herzinfarktrisiko bestehe und Jugendliche «zu Nachteulen» und Schulversagern würden, begründete die Ärztin damals ihr Engagement.

Auch Christoph Blocher wollte 1982 – als ziemlich unbekannter Zürcher Nationalrat –die Sommerzeit mit einer Volksinitiative abschaffen, scheiterte allerdings bereits bei der Unterschriftensammlung.

Schweiz soll nicht zur «Zeitinsel» werden

Der Bundesrat lehnt die Motion ab. Die Wirtschaft müsste mit Nachteilen im Geschäftsverkehr und hohen Kosten rechnen, warnt er. In vielen Systemen sei die Sommerzeit fest implementiert, diese müssten alle überprüft werden, «Wenn die Schweiz ohne Rücksicht auf die Situation in den umgebenden Staaten die Sommerzeit abschaffte, würde sie unweigerlich wieder zu einer Zeitinsel», heisst es in der Antwort.

SDA/nag

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