«Was Levrat tat, ist völlig inakzeptabel und respektlos»

SP-Präsident Christian Levrat nennt ihn «Schneider-en-panne», der Angesprochene reagiert. So kontert Bundesrat Schneider-Ammann den Angriff von links.

Im Stolz verletzt: Bundespräsident Johann Schneider Ammann. (17. Februar 2016)

Im Stolz verletzt: Bundespräsident Johann Schneider Ammann. (17. Februar 2016) Bild: Peter Schneider/Keystone

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Die harsche Kritik an seiner Politik lässt Johann Schneider-Ammann nicht kalt. Nun reagiert der Bundespräsident auf den Vorwurf von SP-Präsident Christian Levrat, er würde tatenlos beim Untergang der Schweizer Industrie zuschauen.

«Ich setze mich für jeden Arbeitsplatz in diesem Land ein», sagte Schneider-Ammann am Montagabend. Die Aussagen von Levrat seien respektlos. Seine Attacke vermittle den Eindruck, «dass wir wirklich nichts tun», sagte der Wirtschaftsminister in der Sendung «Forum» des Westschweizer Radios RTS. Dabei sei genau das Gegenteil wahr.

Kampf gegen Deindustrialisierung

Der Bundesrat habe bei der Kurzarbeit Anpassungen vorgenommen und die Bürokratie reduziert, sagte Schneider-Ammann. Und letzte Woche habe die Regierung 60 Millionen Franken für die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) sowie 320 Millionen für den Tourismus genehmigt. Er kämpfe gegen die Deindustrialisierung, betonte der ehemalige Chef der Ammann-Gruppe.

Schneider-Ammann rief den SP-Präsidenten dazu auf, «sich zu kontrollieren», da solche Attacken keine Lösung brächten. Er erinnerte zudem daran, dass die Privatwirtschaft und die Behörden ihre jeweilige Rolle in der Wirtschaft hätten. (kat/sda)

Erstellt: 22.02.2016, 19:52 Uhr

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