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Anklage wegen Hilfe für die Tamil Tigers

13 Personen sollen ein ausgeklügeltes System aufgebaut haben, um die Rebellenorganisation LTTE zu finanzieren. Die Bundesanwaltschaft will sie vor Gericht bringen.

Ein Kämpfer der Tamil Tigers mit Gewehr, im Hintergrund links ein Bild des Anführers Velupillai Prabhakaran. (21. Juni 2006)
Ein Kämpfer der Tamil Tigers mit Gewehr, im Hintergrund links ein Bild des Anführers Velupillai Prabhakaran. (21. Juni 2006)
AP Photo/Manish Swarup, Keystone

Die Bundesanwaltschaft hat gegen 13 Personen aus dem Umfeld der Tamil Tigers (LTTE) Anklage eingereicht. Sie wirft den Beschuldigten aus der Schweiz, Deutschland und Sri Lanka vor, die tamilische Rebellenorganisation finanziell unterstützt zu haben.

Die 13 Personen würden der Unterstützung oder Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation, des Betrugs, der Falschbeurkundung sowie der Geldwäscherei beschuldigt, teilte die Bundesanwaltschaft heute mit.

«Methode zur raschen Geldbeschaffung»

Die Anklage wirft den Beschuldigten vor, durch ein ausgeklügeltes Kleinkredit-System die «mutmasslich als Terrororganisation zu betrachtende» LTTE von der Schweiz aus finanziell unterstützt zu haben. Die führenden Köpfe der Organisation in der Schweiz hätten eine «Methode zur systematischen und raschen Geldbeschaffung innerhalb der tamilischen Diaspora-Gemeinde in der Schweiz» entwickelt und umgesetzt. Das Geld diente demnach unter anderem zur Finanzierung von Waffenkäufen.

Die LTTE kämpfte während 37 Jahren für einen unabhängigen Tamilenstaat im Nordosten von Sri Lanka. Der Konflikt kostete bis zu 100'000 Menschenleben und endete erst nach einer blutigen Offensive der Regierungstruppen und dem Tod von LTTE-Führer Vellupillai Prhabakaran im Mai 2009.

SDA/rub

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