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Apotheken und Drogerien täuschen Kunden

Aargauer Apotheken und Drogerien werben mit unerlaubten Gesundheitsanpreisungen für Produkte wie Tee und Säuglingsnahrung. Die Betriebe zeigen sich uneinsichtig.

Unerlaubte Anpreisungen: Eine Schweizer Apotheke.
Unerlaubte Anpreisungen: Eine Schweizer Apotheke.
Keystone

Bei einer Kontrolle ist das Aargauer Amt für Verbraucherschutz ausschliesslich auf schwarze Schafe gestossen. Alle zehn kontrollierten Apotheken und Drogerien wurden wegen unerlaubter Anpreisungen beanstandet, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht 2009 des Amtes für Verbraucherschutz hervorgeht.

In den meisten Fällen habe es sich um Hinweise gehandelt, die einem Lebensmittel Eigenschaften wie Vorbeugung, der Behandlung oder Heilung einer Krankheit zugeschrieben hätten. Anpreisungen solcher Art auf der Verpackung oder entsprechende Werbung seien verboten.

Aus dem gleichen Grund wurden auch diverse Teesorten wie Grüntee gemängelt. Bei der Zusammensetzung von Kräuterteemischungen seien zudem Pflanzen verwendet worden, die nicht als Lebensmittel zulässig seien. Gegen das Lebensmittelgesetz verstiessen neun von zehn kontrollierten Apotheken und Drogerien auch, weil sie Werbung für Säuglingsanfangsnahrung machten. Dies sei seit 2008 verboten. Das Ziel sei, dass die Mütter nicht vom Stillen abgehalten würden.

Vermeintliche Schnäppchen im Ausverkauf

Oft über den Tisch gezogen werden die Konsumenten im Ausverkauf. Drei Viertel der kontrollierten 46 Läden täuschten im Ausverkauf bei den Vergleichspreisen. Beim preiswerten Angebot handelte es sich nämlich um kein wirkliches Schnäppchen.

Viele Betriebe hätten sich jedoch uneinsichtig gezeigt und änderten ihre Praxis nicht, hält das Amt für Verbraucherschutz fest. Zwei gleiche Kontrollen in den Vorjahren ergaben ein gleiches Ergebnis.

Rahm als Sorgenkind

Die Sorgenkinder bleiben dem Amt für Verbraucherschutz erhalten. So enthielt ein Fünftel der untersuchten Proben geschlagenen Rahms zu viele Bakterien. Bei Patisseriewaren und Cremen wurden elf Prozent der Proben beanstandet, bei Speiseeis und Eiswürfeln 15 Prozent.

Auch bei Kochpökel-, Brühwurst- und Kochwurstwaren wie Schinken, Aufschnitt, Fleischkäse und Cervelats war die mikrobiologisch bedingte Beanstandungsquote unbefriedigend hoch, wie das Amt festhält. So wurden in knapp einem Viertel der Proben von Hack- und Pouletfleisch der Erreger Campylobacter gefunden.

SDA

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