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Armee will sparen – aber gibt nicht wirklich weniger aus

Die Armee hat kein Personal mehr für Unterhaltsarbeiten. Sie setzt auf Outsourcing - mit absurden Folgen.

Weil die Armee kaum mehr Personal für die Wartung der Fahrzeuge hat, vergibt sie seit Juni 2008 die Wartung von «handelsüblichen» Radfahrzeugen an Externe. So will das VBS Kapazitäten freischaufeln, die man für die Instandstellung der gepanzerten Fahrzeuge (Radschützenpanzer und Aufklärungsfahrzeuge) einsetzen will. Mit dieser Massnahme sollen den diensttuenden Truppen die notwendigen Panzerfahrzeuge zur Verfügung stehen. «Solche Auslagerungen machen volkswirtschaftlich Sinn», versichert Edi Engelberger (FDP), Mitglied der Sicherheitskommission des Nationalrates.

Auslagerung ist für das VBS teurer

Tatsächlich? Anstatt intern die Mittel für die Logistik aufzustocken, will man zusätzliche 7 Millionen Franken in die externe Wartung investieren. Dabei würde es das VBS und den Steuerzahler wohl weniger kosten, wenn die Armee die Fahrzeuge selber warten würde. Das zumindest muss man aus den Antworten der Armee gegenüber tagesanzeiger.ch/Newsnetz schliessen. Auf die Frage, was teurer sei, die Fahrzeuge selber zu warten oder die Aufträge an Private zu vergeben, antwortet Christoph Brunner, Stellvertretende Armeesprecher: Die privat einzukaufende Leistung sei nämlich «aus unserer Sicht immer teurer». Und: «Im Durchschnitt bezahlen wir für ein extern eingekauftes Personaläquivalent im Bereich Fahrzeuginstandhaltung durchschnittlich pro Jahr ca. 200'000 Franken.»

Das VBS senkt den Standard beim Unterhalt

Soviel kommt kein Armeemechaniker dem VBS zu stehen. «Durch die Auslagerung gehen auch viele Lehrstellen verloren», kritisiert der St. Galler Nationalrat Köbi Büchler. Das VBS will noch mit anderen Massnahmen sparen: Bei der Reinigung, der Umgebungspflege und bei der Entsorgung sind die Standards gesenkt worden. Für verschiedene Wartungsaufgaben setzt man zudem neu Soldaten ein.

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