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Asbest-Urteil: Ein Dorf schweigt

In Niederurnen GL, dem Sitz der Eternit AG, mehrten sich ab den 50er-Jahren die Todesfälle. Trotzdem wurde die Asbestfrage verdrängt.

Die beiden ehemaligen Mitbesitzer der Eternit S.p.A., Stephan Schmidheiny (Bild) und Baron Jean-Louis de Cartier de Marchienne wurden zu je 16 Jahren Haft verurteilt.
Die beiden ehemaligen Mitbesitzer der Eternit S.p.A., Stephan Schmidheiny (Bild) und Baron Jean-Louis de Cartier de Marchienne wurden zu je 16 Jahren Haft verurteilt.
Martin Reusch, Keystone
Holte eine 16-jährige Gefängnisstrafe heraus: Ankläger Raffaele Guariniello nach dem Urteilsspruch.
Holte eine 16-jährige Gefängnisstrafe heraus: Ankläger Raffaele Guariniello nach dem Urteilsspruch.
Keystone
Aufgrund der inzwischen eindeutig festgestellten Gesundheitsgefahren, die von Asbest ausgehen, ist der Einsatz heute in vielen Staaten verboten, unter anderem in der ganzen Europäischen Union (EU) und der Schweiz (seit 1990). Im Bild: Asbestfasern.
Aufgrund der inzwischen eindeutig festgestellten Gesundheitsgefahren, die von Asbest ausgehen, ist der Einsatz heute in vielen Staaten verboten, unter anderem in der ganzen Europäischen Union (EU) und der Schweiz (seit 1990). Im Bild: Asbestfasern.
Keystone
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Als Maria Roselli im glarnerischen Niederurnen mit Recherchen über das Schicksal der Asbestopfer begann, stiess sie auf Ablehnung. Die Eternitwerke seien seit 1995 asbestfrei, die Geschichte sei ein alter Zopf, man müsse jetzt vorwärts schauen, beschied der damalige Gemeindepräsident Fritz Zweifel 2002 der Journalistin und Buchautorin.

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