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Asylbewerber belasten sich selber

Bisher haben Asylbewerber aus Sri Lanka in der Regel verschwiegen, wenn sie den Tamil Tigers angehörten. Seit ein paar Monaten bezichtigen sie sich nun aber zunehmend selbst, an brutalen Handlungen teilgenommen zu haben.

Andreas Leisi
Flagge der Tamil Tigers: Etliche Asylsuchende gehörten zur Rebellengruppe und waren im Bürgerkrieg aktiv. Foto: AFP
Flagge der Tamil Tigers: Etliche Asylsuchende gehörten zur Rebellengruppe und waren im Bürgerkrieg aktiv. Foto: AFP

Die Fälle haben in den Medien grosse Wellen geworfen: Zwei tamilische Asylbewerber sind im Sommer aus der Schweiz nach Sri Lanka ausgeschafft und dort sofort verhaftet worden. Ihnen werden Aktivitäten im Dienste der LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam, besser bekannt als Tamil Tigers) vorgeworfen. Die Empörung aus Kreisen von Nichtregierungsorganisationen führte dazu, dass das Bundesamt für Migration (BFM) per 26. August verfügte, sämtliche Dossiers von Personen, die nach Sri Lanka rückgeführt werden sollen, «einer nochmaligen sorgfältigen Kontrolle zu unterziehen». Im Oktober gab das BFM bekannt, dass die beiden Fälle vom UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge untersucht würden, und schrieb: «Um sorgfältig abklären zu können, ob einer Person im Heimatland Gefährdung droht, sind die Schweizer Asylbehörden jeweils darauf angewiesen, dass eine Asyl suchende Person ihnen sämtliche relevanten Fakten offenlegt.»

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