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Asylgesetz: Schärfer, schneller – und doch nie gut genug

Kein Gesetz wurde so oft geändert. Gegen die neuste Reform kommt der Widerstand nun erstmals von rechts.

Flüchtlinge aus Kosovo werden 1998 nahe Chiasso von einer Grenzpatrouille gestellt und durchsucht. Foto: Keystone
Flüchtlinge aus Kosovo werden 1998 nahe Chiasso von einer Grenzpatrouille gestellt und durchsucht. Foto: Keystone

Man musste ziemlich lange suchen, um einen Schweizer Künstler zu finden, der nicht mitmachen wollte. 700 Personen aus der Kulturszene hatten das Manifest unterzeichnet, das aus einem einzigen Punkt bestand: «Nein zum menschenverachtenden Asylgesetz». Versehen war es mit einem Zitat Franz Hohlers: Die Schweiz wolle die Menschenrechte an ihren eigenen Grenzen abschaffen. Getragen wurde die «Mobilmachung der Intellektuellen» (FAZ) unter anderem von Lukas Bärfuss, Peter Bichsel, Ruth Schweikert und Bruno Ganz. Es war der Sommer 2006, und die Schweiz stritt heftig über das neue Asylgesetz von SVP-Bundesrat Christoph Blocher.

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