Zum Hauptinhalt springen

Asylrichter im Visier der Bürgerlichen

Die bürgerlichen Parteien erhöhen derzeit den Druck, um die Misere im Asylwesen zu beenden. Ihre immer neuen Rezepte zur Beschleunigung der Asylabläufe nehmen auch das Bundesverwaltungsgericht aufs Korn.

Peter Meier
«Ein Rundumschlag, der nicht auf Fakten basiert»: Gerichtspräsident Markus Metz.
«Ein Rundumschlag, der nicht auf Fakten basiert»: Gerichtspräsident Markus Metz.
Susanne Keller

Über 630 Tage lang rührt das Bundesverwaltungsgericht (BVGer) im Revisionsverfahren einer äthiopischen Asylbewerberin keinen Finger: Ihr Gesuch landet auf einem Stapel und bleibt dort liegen – andere Dossiers haben Vorrang. Das ist zu viel fürs Bundesgericht: «Eine inaktive Periode von 21 Monaten», rüffelt die Aufsichtsbehörde, sei trotz Pendenzenberg «grundsätzlich zu lange». Eine andere Rüge wegen Rechtsverzögerung kassieren die BVGer-Asylrichter 2011, weil sie im Verfahren einer Russin über ein Jahr vertrödelten, obwohl deren Beschwerde spruchreif war.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen