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Asylsuchende verweigern Einzug in Notunterkunft

Die steigende Zahl der Flüchtlinge zwingt die Kantone neue, temporäre Unterkünfte einzurichten. Doch die Asylanten lassen sich nicht überall unterbringen, wie ein aktuelles Beispiel im Kanton Neuenburg zeigt.

Elf der zwölf Flüchtlinge weigerten sich einzuziehen: Asylsuchende am Dienstag vor der Unterkunft in La Chaux-de-Fonds.
Elf der zwölf Flüchtlinge weigerten sich einzuziehen: Asylsuchende am Dienstag vor der Unterkunft in La Chaux-de-Fonds.
Keystone
Die notfallmässig eingerichtete Unterkunft in La Chaux-de-Fonds hat keine Fenster.
Die notfallmässig eingerichtete Unterkunft in La Chaux-de-Fonds hat keine Fenster.
Keystone
Gleich nach der Ankunft reisten die meisten Flüchtlinge wieder zurück nach Couvet.
Gleich nach der Ankunft reisten die meisten Flüchtlinge wieder zurück nach Couvet.
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Knapp 30 Asylsuchende weigern sich, in eine notfallmässig bereitgestellte Unterkunft in La Chaux-de-Fonds NE umzuziehen. Die hohe Zahl an Asylbewerbern bringt den Kanton Neuenburg an seine logistischen Grenzen.

«Die Situation ist angespannt», sagt Serge Gamma, Chef beim Neuenburger Migrationsamt, am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Unterkunft ohne Fenster

Elf der zwölf in dem Heim von Fontainemelon NE untergebrachten Asylbewerber weigerten sich gestern, in eine provisorische Unterkunft in La Chaux-de-Fonds umzuziehen. Die meist aus Nord- oder Westafrika stammenden Männer wollen nicht in der fensterlosen Zivilschutzanlage einquartiert werden.

Die gleiche Szene spielte sich bereits am Montag ab: 16 in Couvet NE untergebrachte Asylbewerber weigerten sich ebenfalls, die Zivilschutzanlage zu beziehen, schreiben die Neuenburger Behörden in einem Communiqué.

Von Ortschaft zu Ortschaft

Kaum in La Chaux-de-Fonds angekommen, machten sich die Männer auf den Weg zurück nach Couvet. Das Problem dabei: In ihrer alten Unterkunft waren bereits neue Asylsuchende untergebracht.

In einer Notfallaktion – eine Reaktion auf die zunehmende Zahl von Flüchtlingen – hatte der Kanton Neuenburg am vergangenen Freitag eine Zivilschutzanlage in La Chaux-de-Fonds für Asylsuchende geöffnet. Die Asylbewerber werden nach einem festgelegten Schlüssel auf die Kantone verteilt.

Neuenburg erhält 2,4 Prozent der in der Schweiz registrierten Asylsuchenden zugeteilt. Am meisten Flüchtlinge muss der Kanton Zürich (17) übernehmen, gefolgt von Bern (13,5) und der Waadt (8,4).

SDA/mrs

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