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Auch Gute Dienste können gefährlich sein

Die Schweiz kann ihre Friedensdiplomatie nicht mehr allein bewältigen.

Unermüdliche Vermittlerin: Die ehemalige Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. Foto: Salvatore di Nolfi (Keystone)
Unermüdliche Vermittlerin: Die ehemalige Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. Foto: Salvatore di Nolfi (Keystone)

Die Friedensdiplomatie ist ein edles Geschäft. Nichts ist ehrenvoller, als verfeindete Staaten oder Volksgruppen zu befrieden. Und nichts ist schwieriger. Im kolumbianischen Bürgerkrieg scheiterten in 50 Jahren fünf Vermittlungsversuche, bis sich die Konfliktparteien im Juni endlich auf einen Friedensvertrag einigen konnten. Klar ist immer: Es darf weder Sieger noch Verlierer geben. Kompromisse sollten für beide Seiten gleich schmerzhaft sein. Weil das so selten gelingt, fallen Vermittlungsmandate gerne krachend in sich zusammen. Darum bleiben Friedensgespräche in der Regel geheim oder zumindest vertraulich. So können Konfliktparteien den Verhandlungstisch unbeschadet verlassen.

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