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«Auf Kosten der Bildung zu sparen, ist hanebüchen»

Schaffhausen will im Rahmen von Sparmassnahmen eine Schullektion pro Woche streichen. Der Dachverband der Lehrer kritisiert diesen Entscheid.

Hier will der Kanton Schaffhausen künftig Kosten sparen: Beim Musikunterricht in der Schule.
Hier will der Kanton Schaffhausen künftig Kosten sparen: Beim Musikunterricht in der Schule.
Keystone

Frau Peterhans, was sagen Sie vom Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer zum Entscheid des Schaffhauser Bildungsrates, auf allen Schulstufen eine Lektion pro Woche zu streichen? Der Entscheid ist happig. Klar, der Regierungsrat hat die Aufgabe, Geld einzusparen, und ich gehe davon aus, dass jedes Departement sparen muss. Doch auf Kosten der Bildung zu sparen, ist hanebüchen, denn, und das sagen auch Vertreter aus der Wirtschaft, die Bildung ist eine langfristige Investition, die sich nicht innerhalb eines Jahres auszahlt. Natürlich sieht man für den Moment nur die Kosten, weil wir, anders als das Polizeiwesen beispielsweise, keine Einnahmen haben. Der Entscheid ist sehr kurzsichtig, denn Schaffhausen hat laut dem Schweizer Bildungsbericht 2010 im gesamtschweizerischen Vergleich bereits jetzt eine leicht unterdurchschnittliche Anzahl Lektionen pro Jahr.

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