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«Auf Whatsapp drehen sie durch»: Tagebuch aus Italiens roter Zone

Wie ist das Leben in einer abgeschotteten Stadt? Roberta Magrì erzählt aus der Quarantäne in Codogno.

«Die Virologen im Fernsehen sagen, das Virus sei gar nicht so gefährlich»: Roberta Magrì. Foto: zvg
«Die Virologen im Fernsehen sagen, das Virus sei gar nicht so gefährlich»: Roberta Magrì. Foto: zvg

Ich heisse Roberta Magrì, bin dreissig Jahre alt. Seit ich vier war, lebe ich in Codogno. Das ist ein kleiner Ort in Norditalien, 15'000 Einwohner, in der Po-Ebene, genau da, wo die Flüsse Lambro und Adda in den grossen Strom münden. Codogno ist verschlafen, voller Routinen. Auf der Piazza Cairoli, dem Herz der Altstadt, findet zweimal die Woche ein Markt statt, dienstags und freitags; jeder hat seinen liebsten Stand. Alle kennen sich in Codogno, wie man sich in Kleinstädten nun mal kennt. Jeden Abend um 18.30 Uhr gehe ich mit meinen Freunden zum Aperitivo.

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