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Auftritt mit offenem Ende

Daniel Böniger, Redaktor Gesellschaft, über das Schweizer Experiment an der Expo in Mailand.

Die Idee hat tatsächlich ihren Reiz. Die Schweiz wird sich im Rahmen der Weltausstellung in Mailand mit vier imposanten Türmen präsentieren, gefüllt mit ­verschiedenen Lebensmitteln. Die Besucher dürfen sich nach Lust und Laune bedienen. Und je nachdem wie viele Apfelringe, wie viel Wasser, Salz oder Kaffee konsumiert oder mitgenommen werden, wandern die beweglichen Plattformen dieser Türme nach unten. Der Clou: Nachgefüllt wird nicht.

Verschiedene Szenarien sind da möglich – doch nicht alle sind gleich spektakulär: Denkbar ist etwa, dass es von allen Produkten genug gibt und die Weltöffentlichkeit, um die es ja letztendlich geht, während der Ausstellung gar nicht richtig wahrnimmt, was im Schweizer Pavillon vor sich geht. Das wünscht sich wohl niemand. Möglich wäre auch, dass schon nach ein paar Wochen alle vier Türme komplett geleert sind. Eigentlich der Idealfall, dann hätte unser Auftritt an der Expo mit Sicherheit sein Ziel erreicht: Eine ­Diskussion über Nahrungsmittelressourcen, über Food-Waste und Nachhaltigkeit wäre initiiert, das mediale Aufsehen gross.

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