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Aussenseiter mit grosser Lobby

Bislang erhielten die Opfer der Fürsorgepolitik bei ihrem Kampf um späte Anerkennung kaum Unterstützung. Mit der Lancierung der Wiedergutmachungsinitiative hat sich das geändert.

Knaben in der Erziehungsanstalt Sonnenberg in Kriens LU, 1944. Foto: Paul Senn (FFV, Kunstmuseum Bern, Dep. GKS)
Knaben in der Erziehungsanstalt Sonnenberg in Kriens LU, 1944. Foto: Paul Senn (FFV, Kunstmuseum Bern, Dep. GKS)

Lange schauten Politik und Gesellschaft weg, wenn es um die Aufarbeitung der Schweizer Fürsorgepolitik ging. Parlamentarische Vorstösse scheiterten, Forderungen wurden abgelehnt und Akten blieben unter Verschluss. Den Betroffenen fehlte eine breite Lobby. Das hat sich mit der Wiedergutmachungsinitiative, die letzte Woche lanciert wurde, geändert. Erstmals können die Betroffenen auf ein weitverzweigtes Netzwerk zählen. Hinter der Initiative, die einen Entschädigungsfonds von einer halben Milliarde Franken sowie eine umfassende historische Aufarbeitung vorsieht, stehen Know-how, Einfluss und Geld.

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