Baumeister und Gewerkschaften versöhnen sich

Der Schweizerische Baumeisterverband und die Gewerkschaften Unia und Syna haben sich auf einen Landesmantelvertrag für drei Jahre geeinigt. Beide Parteien machten Zugeständnisse.

Der Streit ist beendet: Mitglieder der Gewerkschaft Unia demonstrieren wegen dem Landesmantelvertrag auf einer Baustelle in Zürich. (10. November 2015)

Der Streit ist beendet: Mitglieder der Gewerkschaft Unia demonstrieren wegen dem Landesmantelvertrag auf einer Baustelle in Zürich. (10. November 2015) Bild: Nick Soland/Keystone

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Der monatelange Streit zwischen dem Schweizerischen Baumeisterverband und den Gewekschaften Unia und Syna ist beigelegt. Die Parteien haben sich auf einen Landesmantelvertrag für die nächsten drei Jahre geeinigt.

Um eine Einigung zu erzielen, sind sowohl der Baumeisterverband (SBV) wie auch die Gewerkschaften von ihren ursprünglichen Forderungen abgerückt, wie der SBV, Unia und Syna in einem gemeinsamen Communiqué am Mittwoch mitgeteilt haben. So hat der SBV auf seine Forderung nach Abschaffung der Unia-Fachstelle Risikoanalyse verzichtet. Die Gewerkschaften akzeptierten unter anderem, dass es für das kommende Jahr keine Lohnerhöhung gibt.

Rentenalter 60

Eine Einigung dagegen gab es bei der Finanzierung des Rentenalters 60. So sollen ab Mitte 2016 die Beitragszahlungen in die Stiftung für den frühzeitigen Altersrücktritt um zwei Prozentpunkte erhöht werden. Die Vertragsparteien haben sich zudem verpflichtet, bis Mitte 2017 über alle offenen Punkte zu verhandeln.

Das Verhandlungsergebnis muss noch von den jeweiligen Entscheidgremien abgesegnet werden. Die Berufskonferenzen der Unia und Syna entscheiden am kommenden Samstag, der Schweizerische Baumeisterverband wird am 13. Januar 2016 eine ausserordentliche Delegiertenversammlung durchführen.

Die Fronten im Schweizer Baugewerbe waren monatelang verhärtet. Die Baumeister wollten den bisherigen Landesmantelvertrag (LMV) verlängern und lehnten Verhandlungen über einen neuen LMV ab. Die Gewerkschaften reagierten darauf mit Protestaktionen. Im November wurden im Tessin und in der Deutschschweiz mehrere hundert Baustellen einen Tag lang bestreikt. (slw/sda)

Erstellt: 09.12.2015, 11:17 Uhr

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