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BDP-Nationalrätin Haller tritt im Herbst zurück

Seit 1999 politisierte sie in Bern, nun zieht sie sich zurück. Die Berner BDP-Politikerin wird auf Ende der Herbstsession 2014 ihren Nationalratssitz abgeben.

Will mehr Zeit für Ehemann und Familie: Ursula Haller.
Will mehr Zeit für Ehemann und Familie: Ursula Haller.
Keystone

Ursula Haller zieht sich auf Ende 2014 aus der aktiven Politik zurück. Ihr Amt als BDP-Nationalrätin legt sie zum Ende der Herbstsession ab. Als Gemeinderätin der Stadt Thun verzichtet sie auf eine erneute Kandidatur und bleibt noch bis Ende Jahr im Amt.

Die 65-Jährige teilte mit, dass sie zusammen mit ihrem Ehemann, ihrer Familie und ihren Freunden den «goldenen Herbst des Lebens noch möglichst lange in vollen Zügen - hoffentlich körperlich und geistig fit - geniessen» möchte.

Sie wolle die Ämter als Gemeinderätin der Stadt Thun und als Nationalrätin «möglichst zeitgleich beenden und damit eine klare Ausgangslage für die kommenden Wahlen» schaffen.

Für eine optimale Planung

Für sie sei es schon lange klar gewesen, dass sie als Nationalrätin vorzeitig gehe, erklärte Haller auf Anfrage. Der Entscheid, mehr als ein Jahr vor den nächsten Nationalratswahlen zurückzutreten, solle nämlich der «optimalen Personalplanung» dienen.

Sie wolle damit dem ersten Ersatzmann auf der BDP-Liste des Kantons Bern, Heinz Siegenthaler, ein Nachrücken ermöglichen. Siegenthaler ist bernischer Grossrat und Präsident der BDP des Kantons Bern.

Auf diese Weise lasse sich für eine kleine Partei ein Nationalratsmandat besser verteidigen, sagte Haller. Für einen Bisherigen sei es nun einmal einfacher, wiedergewählt zu werden.

Alter kein Grund

Ansonsten gebe es eigentlich keine Gründe, vorzeitig zurückzutreten, sagte Haller weiter. Auch das Alter spiele keine Rolle. Von niemandem sei Druck ausgeübt worden, im Alter von 65 Jahren an einen Rücktritt zu denken.

In Thun ist Haller Vorsteherin der Direktion Bildung, Sport, Kultur. Die Thuner BDP werde an ihrer Hauptversammlung vom 26. Februar bekannt geben, wer sich um Hallers Nachfolge im Gemeinderat bewerben werde.

Start als Stadträtin

Ursula Haller begann ihre politische Tätigkeit im Jahr 1985 als Thuner Stadträtin. Von 1990 bis 1999 nahm sie als Grossrätin Einsitz im Berner Kantonsparlament, das sie 1998/99 auch präsidierte.

1999 wurde Haller für die SVP in den Nationalrat gewählt. Seit 1999 ist sie überdies im Thuner Gemeinderat (Exekutive). 2008 verliess Haller die SVP und wechselte zur neu gegründeten BDP.

Auch im letzten Jahr ihrer politischen Tätigkeiten werde sie ihre ganze Kraft einsetzen, teilte Haller weiter mit. Sie möchte Ende 2014 eine ganz persönliche Bilanz ziehen können und sagen dürfen: «Non, je ne regrette rien.»

SDA/kpn

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