BDP-Nationalrat soll Fuchs zu Tode geprügelt haben

Lorenz Hess wollte nach eigenen Angaben einem angeschossenen Tier das Leiden ersparen. Tierschützer sind schockiert.

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In einem Video ist offenbar zu sehen, wie Lorenz Hess einen angeschossenen Fuchs mit Stockschlägen tötet. Die «Weltwoche» ist gemäss eigenen Angaben im Besitz der Aufnahmen. Der BDP-Politiker rechtfertigt sich. Er habe das allfällige Leiden des Tieres so schnell wie möglich beenden wollen, zitiert ihn das Blatt. Dafür habe er einfach zum nächsten verfügbaren Mittel gegriffen.

Gegenüber 20 Minuten präzisiert er: «Von Totprügeln kann keine Rede sein, es war ein gezielter Genickschlag mit einem Stock.» Hess sagt, er sei auf der Jagd gewesen, als er in der Nähe einen Schuss hörte. Kurz darauf sah er einen toten Fuchs auf der Wiese liegen.

«Dem Leiden ein Ende bereiten»

«Doch plötzlich regte sich der Fuchs», so Hess. Weil er kurz zuvor in einem Graben ausgerutscht und der Lauf seiner Waffe verdreckt gewesen sei, habe er das Tier nicht mit dem Gewehr erschiessen können. «Deshalb entschied ich mich in dieser Situation dafür, das Tier mit einem Weidepfahl, der in der Nähe stand, zu erlösen.»

Es sei im klar, dass das oberste Gebot eines Jägers das Vermeiden von Tierleid sei. «Deshalb wollte ich in dieser Situation nicht abwarten, sondern dem möglichen Leiden ein Ende bereiten.»

Tierschützer zeigen sich im Vorabbericht der «Weltwoche» schockiert. Hess habe wohl gegen das Gesetz der Weidgerechtigkeit verstossen. Demnach sollten Wildtiere erschossen und nicht erschlagen werden. (woz)

Erstellt: 08.06.2016, 15:21 Uhr

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