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«Bemannte Kampfjets sind in 20 Jahren Vergangenheit»

Billig und immer ausgeklügelter: Die Zukunft der militärischen Lufthoheit gehört der Drohne. Warum die Schweiz trotzdem neue Kampfjets kauft und wie eine Übergangslösung aussieht, erklärt Strategieexperte Albert Stahel.

Die von den Amerikanern in Kriegsgebieten eingesetzte Drohne: Eine Predator auf einem Flugfeld in Arizona.
Die von den Amerikanern in Kriegsgebieten eingesetzte Drohne: Eine Predator auf einem Flugfeld in Arizona.
Reuters
Gemeinschaftswerk von Franzosen und Briten: Ein Prototyp des Telemos wird an der Flugshow in Paris 2011 gezeigt.
Gemeinschaftswerk von Franzosen und Briten: Ein Prototyp des Telemos wird an der Flugshow in Paris 2011 gezeigt.
Reuters
Auch der Iran hat die Technik der unbemannten Flugzeuge entdeckt: Iranische Drohne an der Hi-Tech-Expo bei Damaskus.
Auch der Iran hat die Technik der unbemannten Flugzeuge entdeckt: Iranische Drohne an der Hi-Tech-Expo bei Damaskus.
Reuters
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Herr Stahel, sechs europäische Staaten, darunter die Schweiz, arbeiten an einer Kampfdrohne, der sogenannten Neuron. Was hat die Schweiz davon? Was die Schweiz davon hat, ist noch nicht absehbar. Tatsache aber ist, dass bemannte Kampfjets bis in 20 Jahren der Vergangenheit angehören werden.

Woraus schliessen Sie das? Die US-Luftwaffe setzt vermehrt auf das Prinzip Drohne. Der Bestand der MQ-9A Reaper, das ist die grosse Kampfdrohne, wird nächstes Jahr massiv erhöht. In Europa sehen wir zudem, dass es für die neuen Kampfjets, den französischen Rafale und den Eurofighter, keine Nachfolgeprojekte gibt. Das heisst, auch in Europa setzt man für die Zukunft auf die Drohnentechnologie. Der Kampfjet, der auf dem aktuellsten Stand der Stealth-Technologie ist, ist der amerikanische F-35. Die Zukunft gehört aber den Drohnen.

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