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Bericht: Bund macht im Steuerstreit Zugeständnisse

Die Schweiz will offenbar mit Zugeständnissen das Steuerabkommen mit Deutschland retten. Statt mit 34 Prozent sollen Altvermögen mit bis zu 41 Prozent nachversteuert werden, schreibt eine deutsche Zeitung.

Kommt sie ihm entgegen? Finanzministerin Widmer-Schlumpf mit Amtskollege Schäuble. (Archiv)
Kommt sie ihm entgegen? Finanzministerin Widmer-Schlumpf mit Amtskollege Schäuble. (Archiv)
Keystone

Die Schweiz will mit Zugeständnissen das Steuerabkommen mit Deutschland retten. Wie das «Handelsblatt» (Ausgabe vom Mittwoch) aus Verhandlungskreisen erfuhr, soll die Schweiz bereit sein, höhere Sätze bei der Nachversteuerung von Altvermögen zu akzeptieren.

Bisher ist in dem Vertrag vorgesehen, dass Besitzer von unversteuerten Altvermögen ihr Geld anonym mit Sätzen zwischen 19 und 34 Prozent nachversteuern sollen, um so einen Weg zurück in die Legalität zu finden. «Jetzt wird über Sätze von 21 bis 41 Prozent gesprochen», zitiert die Zeitung Verhandlungskreise. Weder das deutsche noch das Schweizer Finanzministerium wollten auf Anfrage zu Verhandlungsdetails Stellung nehmen.

Vergangenen Sommer hatten Deutschland und die Schweiz das Steuerabkommen unterzeichnet. Dieses regelt, dass deutsche Steuerbürger mit Schwarzgeld in der Schweiz ihr Geld anonym nachversteuern können. Da die Steuern anonym erhoben werden, hofft die Schweiz, auf diese Weise das Bankgeheimnis zu retten. Doch damit das Abkommen ratifiziert werden kann, braucht der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble die Zustimmung des Bundesrates, also der Länderkammer. Die SPD-regierten Länder lehnen das Abkommen aber bisher ab.

dapd/ami

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