Berner Kassiererin veruntreute 400'000 Franken

In der Berner Justiz ist ein Veruntreuungsfall aufgedeckt worden. Eine Rechnungsführerin soll Belege gefälscht und falsche Buchungen ausgelöst haben.

Die Frau arbeitete als Rechnungsführerin für die Dienststelle Berner Jura-Seeland der kantonalen Jugendanwaltschaft: Die Stadt Biel. (Archivbild: Keystone)

Die Frau arbeitete als Rechnungsführerin für die Dienststelle Berner Jura-Seeland der kantonalen Jugendanwaltschaft: Die Stadt Biel. (Archivbild: Keystone)

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In der Dienststelle Biel der bernischen Jugendanwaltschaft ist es zu einer Veruntreuung gekommen. Die kantonale Staatsanwaltschaft für die Verfolgung von Wirtschaftsdelikten wirft einer ehemaligen Rechnungsführerin vor, über 400'000 Franken für eigene Zwecke abgezweigt zu haben.

Die Frau ist geständig, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Sie ist nach der Entdeckung der mutmasslichen Veruntreuungen fristlos entlassen worden und gegen sie läuft nun ein Strafverfahren. Die kantonale Finanzkontrolle deckte den Fall im September bei einer Dienststellenprüfung auf.

Für den privaten Konsum

Aufgrund der bisherigen Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft für die Verfolgung von Wirtschaftsdelikten davon aus, dass die Frau Belege fälschte und falsche Buchungen tätigte. Im Rahmen eines Revisionsgutachtens werden nun die einzelnen Verbuchungen überprüft. Die ersten Ergebnisse dieses Gutachtens sollen Ende Jahr vorliegen.

Derzeit gehe die Staatsanwaltschaft von einem Deliktbetrag zwischen 400'000 und 500'000 Franken aus, sagte auf Anfrage der Informationsbeauftragte der bernischen Staatsanwaltschaft, Christof Scheurer. Er sagte weiter, wofür genau die Frau das Geld verwendet habe, müssten die weiteren Untersuchungen zeigen.

Derzeit gehe die Justiz von einer Verwendung für den privaten Konsum aus. Sie nehme momentan auch an, dass die Frau in den letzten beiden Jahren deliktisch tätig gewesen sei. Während neun Jahren arbeitete die Frau als Rechnungsführerin für die Dienststelle Berner Jura-Seeland der kantonalen Jugendanwaltschaft. (thu/sda)

Erstellt: 02.11.2016, 10:41 Uhr

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