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Berns grösster Kindergarten

Die Reitschule war stets umkämpft, doch seit einiger Zeit werden die Auseinandersetzungen mit der Polizei härter. Polithooligans wollen die Verbürgerlichung des Kulturzentrums mit Krawall stoppen.

Und wieder einmal knallte es: Am 6. März 2016 kam es zu schweren Zusammenstössen zwischen Polizei und Linksautonomen bei der Reitschule. Foto: Keystone
Und wieder einmal knallte es: Am 6. März 2016 kam es zu schweren Zusammenstössen zwischen Polizei und Linksautonomen bei der Reitschule. Foto: Keystone

Die Ironie war für die Besucher Berns vom Zug­fenster aus gut lesbar: «Bern stellt sich que(e)r – Fundis stoppen!», so prangte der Slogan Anfang September in meterhohen Lettern auf dem Dach der Berner Reitschule. Mit Fundis waren die Christen gemeint, die mit ihrem «Marsch fürs Läbe» erstmals in Bern gegen Abtreibung demonstrieren wollten, sehr zum Missfallen feministischer und ­anarchistischer Kreise. Sie mobilisierten zur Gegendemo. Der «Marsch fürs Läbe», so erklärten sie, stehe für «Fundamentalismus, Homofeindlichkeit, Nationalismus und patriarchale Ansichten» und sei deshalb zu unterbinden.

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