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Berns unechter Linksrutsch

Mit einem Wähleranteil von gut 61 Prozent holt Rot-Grün vier von fünf Sitzen in der Berner Stadtregierung. Jetzt fragt man sich: Ist das noch demokratisch?

Da wollten noch alle ins Stadtpräsidium (v.l.): Alec von Graffenried, Reto Nause und Ursula Wyss am 17. Oktober in Bern. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)
Da wollten noch alle ins Stadtpräsidium (v.l.): Alec von Graffenried, Reto Nause und Ursula Wyss am 17. Oktober in Bern. Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Glühwein, Gummihämmerchen, Konfetti: Der Berner Zibelemärit bietet sicher nicht das optimale Umfeld für eine gepflegte Debatte über Politik und Demokratie. Trotzdem gab es heute Morgen an manchen Stehtresen in der Altstadt kaum ein anderes Thema. Nach den Wahlen vom Sonntag gilt die Aufmerksamkeit einerseits dem zweiten Wahlgang für das Stadtpräsidium: Alec von Graffenried (Grüne Freie Liste, GFL) hat seine Ambitionen bereits unterstrichen, Kontrahentin Ursula Wyss (SP) braucht noch Bedenkzeit. Andererseits wird in Bern grundsätzliche Kritik am Wahlsystem laut.

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