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Berset macht linke Politik ohne ideologischen Anstrich

Selbst Bürgerliche loben den SP-Bundesrat Alain Berset in den höchsten Tönen. Eine Bilanz.

Seine Amtsführung überzeugt bisher politische Freunde wie Feinde: Innenminister Alain Berset. Gemälde: Robert Honegger
Seine Amtsführung überzeugt bisher politische Freunde wie Feinde: Innenminister Alain Berset. Gemälde: Robert Honegger

Die Politik von SP-Bundesrat Alain Berset bietet für bürgerliche Parlamentarier viele Angriffsflächen. Mal beharrt er auf einem Gegenvorschlag zur Initiative für eine öffentliche Krankenkasse, obwohl SVP, FDP und CVP einen solchen explizit ablehnen. Mal schlägt er zur Über­wachung der medizinischen Qualität ein nationales Qualitätsinstitut vor, das mit rund 30 Stellen dotiert sein soll. Oder er beschneidet die Prämienrabatte für hohe Franchisen, um die Solidarität ­zwischen Gesunden und Kranken zu stärken. Kurz: Berset setzt auf staatliche Regulierung, wenn er im Sozialbereich ein Problem ausmacht. Für einen sozialdemokratischen Innenminister ist das nicht aussergewöhnlich. Bemerkenswert ist jedoch, dass Berset kaum je persönlich attackiert wird, wenn die Rechte ­gegen seine Projekte mobilisiert. Anders als die frühere SP-Bundesrätin Ruth Dreifuss ist Berset in seiner vierjährigen Amtszeit nicht zur Reizfigur der Bürgerlichen geworden.

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