Zum Hauptinhalt springen

Besser als der Vater

Als Ems-Chefin trat Magdalena Martullo-Blocher aus dem Schatten ihres Vaters. Taugt sie auch als politische Nachfolgerin? Leute, die sie kennen, halten das für möglich.

Claudia Blumer
Ein Fehler, sie einfach nur an ihrem Vater zu messen: Magdalena Martullo und Christoph Blocher vor der Ems Chemie Mitte 2003, ein halbes Jahr vor der Stabsübergabe vom Vater an die Tochter.
Ein Fehler, sie einfach nur an ihrem Vater zu messen: Magdalena Martullo und Christoph Blocher vor der Ems Chemie Mitte 2003, ein halbes Jahr vor der Stabsübergabe vom Vater an die Tochter.
Keystone
Zwei Jahre später übernahm Martullo die Geschäftsleitung und war somit Delegierte des Verwaltungsrats, zudem wurde sie Miteigentümerin der Ems Chemie. Sie mache vieles anders als ihr Vater und manches sogar besser, sagt Chronist Karl Lüönd. Orientierung über den Halbjahresabschluss im Juli 2004.
Zwei Jahre später übernahm Martullo die Geschäftsleitung und war somit Delegierte des Verwaltungsrats, zudem wurde sie Miteigentümerin der Ems Chemie. Sie mache vieles anders als ihr Vater und manches sogar besser, sagt Chronist Karl Lüönd. Orientierung über den Halbjahresabschluss im Juli 2004.
Keystone
1 / 4

Geht Magdalena Martullo in die Politik? Für die Parlamentswahlen vom Oktober 2011 hat sie der Bündner SVP abgesagt, wie der «Sonntag» in Erfahrung brachte. Doch ansonsten nährt sie selbst das Gerücht, dass sie dereinst eine politische Karriere anstrebt, fleissig.

In den letzten Monaten zeigte sich die bis anhin medienscheue Ökonomin zunehmend in der Öffentlichkeit. Mit einem Einblick in ihren Bündner Chemiekonzern Ems im SF-Film «Reporter» oder im Rahmen der Firmenchronik «Erfolg als Auftrag», die Anfang Jahr erschienen ist. Dabei scheint sie jede Gelegenheit für politische Statements zu nutzen, sei es eine Medienkonferenz zur Atompolitik oder die Präsentation des Halbjahresergebnisses der Ems-Chemie vergangene Woche. Dort äusserte sie sich nicht nur zu Kennzahlen, sondern auch zur schweizerischen Energie- und Aussenpolitik, zum EU-Finanzdesaster und zur chinesischen Regierung.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen