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Bessere Zeiten für Schweizer Kiffer

Thomas Kessler, ehemaliger Basler Drogenbeauftragter, stellt eine allgemeine Entspannung in der Drogenpolitik fest. Und das hat auch mit dem Rechtsrutsch zu tun.

Thomas Kessler war von 1991 bis 1998 Drogenbeauftragter des Kantons Basel-Stadt und gilt als Mitbegründer der 4-Säulen-Politik. Es sei Zeit, beim Thema Hanf wieder einen rationalen Dialog zu führen - und von der Repression wegzukommen.
Thomas Kessler war von 1991 bis 1998 Drogenbeauftragter des Kantons Basel-Stadt und gilt als Mitbegründer der 4-Säulen-Politik. Es sei Zeit, beim Thema Hanf wieder einen rationalen Dialog zu führen - und von der Repression wegzukommen.
Gaetan Bally, Keystone

Es ist noch nicht lange her, da stand Cannabis in der Schweiz kurz vor der Legalisierung. Heute sorgt schon ein Pilotversuch mit kontrollierter Hanfabgabe in Schweizer Städten für Aufsehen. Was ist dazwischen geschehen?

Wir haben in den 90er-Jahren in Basel und anderen Städten mit der 4-Säulen-Politik jene Drogenpolitik entwickelt, die heute noch in der gesamten Schweiz gilt. Die Grosswetterlage war von Liberalisierung und Medizinalisierung bestimmt, die Haltung wurde rationaler und weniger von Ideologie bestimmt. Man hat eingesehen, dass Drogen nicht ein Fall für Prohibition, sondern für Regulierung sind. Das galt auch für den Hanf. Aber dann kam der Bruch.

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