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Beulen im Image

FDP-Präsident Philipp Müller macht vor, wie man Krisen entschärft.

Kann sich an den Unfallhergang nicht mehr erinnern: FDP-Präsident Philipp Müller. Foto: Dominique Meienberg
Kann sich an den Unfallhergang nicht mehr erinnern: FDP-Präsident Philipp Müller. Foto: Dominique Meienberg

Philipp Müllers Verkehrsunfall hätte leicht einen politischen Totalschaden anrichten können.

Ein mächtiger Mann in einem mächtigen Mercedes rammt eine unschuldige 17-Jährige, verletzt sie schwer. Schlimm genug. Auch danach verhielt sich der FDP-Präsident nicht unbedingt vorbildlich. Er stoppte sein Auto erst nach 200 Metern und leistete keine Erste Hilfe. Am nächsten Morgen gab er ein Radio-Interview. Statt das Unglück zu erwähnen, erzählte er, dass er nach strengen Tagen gerne guten Wein trinke. Später weigerte er sich, auszu­führen, warum er auf die Gegen­fahrbahn geraten war. Müller stand schlecht da – als Autofan, der seinen 500-PS-Wagen nicht im Griff hat, der unter Druck ungeschickt handelt, der sich zu wenig um eine von ihm verletzte junge Frau kümmert. Solche Beulen im Image lassen sich nur schwer wieder ausbessern.

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