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Blocher war selber gegen Einerkandidatur

Trotz minimer Wahlchancen wird Christoph Blocher seine Kandidatur für die Bundesratswahl nicht zurückziehen. Das wäre ein Schwächezeichen und ein fauler Trick, sagt er in «Teleblocher».

Die Partei hätte am liebsten mit ihm allein antreten wollen. Weil er mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht gewählt werde, wäre dies aber gleichbedeutend mit dem Verbleib in der Opposition. Die Fraktion habe jedoch nicht die Kraft und die Möglichkeit, mit allen Leuten Opposition zu machen, sagte Blocher. Bei den letzten Wahlen seien viele Leute «hereingeschwemmt» worden, die noch nie Politik gemacht hätten.

In der gestern aufgezeichneten Sendung wiederholte Blocher, er habe sich selber gegen eine Einerkandidatur ausgesprochen. Gegen ihn hätten sich in der Fraktion nur ganz vereinzelte, nicht ernst zu nehmende Stimmen ausgesprochen. Über die Nomination von Ueli Maurer zeigte sich Blocher glücklich. Man werde synchron vorgehen und sicher nicht aufeinander losgehen. Auch mit Caspar Baader, dessen Rückzug er bedauere, und mit Adrian Amstutz hätte er keine Mühe gehabt.

Auf das Szenario angesprochen, wonach sich Maurer am Wahltag in einem fortgeschrittenen Wahlgang zu seinen Gunsten zurückziehen und er dann als einziger Bewerber die Wahl doch noch schaffen könnte, sagte Blocher, das mache er sicher nicht mit. Er lasse seine Wahl nicht von einer Minderheit des Parlaments absegnen. Der 68-jährige SVP-Politiker will auch im Fall einer Nichtwahl als Vizepräsident der SVP weiter politisierten. Nur wenn die Partei ihn nicht mehr wolle, werde er sich aus der Politik zurückziehen. Auf die Frage, wieso er sich die Kandidatur trotz Aussichtslosigkeit antue, sagte Blocher, seine Devise laute: «Je weniger dass der Politiker an sich denkt, desto mehr denkt der Wähler an ihn.»

AP/rue

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