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«Blochers Ansatz ist falsch»

Für Patrick Dümmler spricht nichts dagegen, einen Stromkonzern in Konkurs gehen zu lassen: AKW Leibstadt. Foto: Thomas Egli

Das Schweizer Fernsehen hat diese Woche aufgezeigt, was passieren würde, sollte der Strom in Europa tagelang ausfallen. Wie realistisch ist dieses Szenario?

Was ist denn im Energiebereich die wahre Herausforderung?

Warum?

Die Stromrechnung ist kein grosser Budgetposten im Haushalt. Die Einsparungen wären gering.

Ist die Misere nicht gerade eine Folge der Teilliberalisierung, weil die Energiekonzerne wegen der tiefen Strompreise ihre Werke nicht mehr rentabel betreiben können?

Eine vollständige Liberalisierung ist politisch höchst umstritten. Was wäre die Folge, wenn der Bundesrat mit seinen Plänen nicht durchkäme?

Inwiefern?

Im liberalisierten Markt droht Firmen wie der Axpo der Konkurs. Aber für Politiker sind sie «too big to fail».

Der Kanton Zürich ist Grossaktionär der Axpo. Ein Konkurs könnte für die Steuerzahler teuer werden.

Blocher will just das verhindern. Er will nicht, dass Chinesen unsere Stauseen und AKW kontrollieren.

Die Angst vor privaten Investoren ist aber real. Die spanische Regierung etwa muss privatisierte Autobahnen für Milliarden zurückkaufen, weil die Besitzer zahlungsunfähig sind.

Selbst die liberale FDP will aber Heimatschutz: Die Schweiz soll sich zu einem hohen Grad mit heimischen Strom versorgen.

«Wir müssen die Energielandschaft neu aufstellen. Dieser Prozess wird schmerzhaft sein.»

Auch eine Lenkungsabgabe auf Strom und Benzin will die FDP verhindern – und damit das zweite Massnahmenpaket der Energiestrategie. Im Parlament scheint die FDP mehrheitsfähig.

Die Schweizer Politiker sind in guter Gesellschaft: Im europäischen Umfeld sind Subventionen und protektionistische Markteingriffe der Normalfall.

Das beurteilt Christoph Blocher anders: Die Schweiz müsse auf die Subventionen in Deutschland reagieren.

Haben denn erneuerbare Energien wie Wind und Sonne in einem freien Markt überhaupt eine Chance?

Auch das sieht die Politik anders: Das erste Massnahmenpaket der Energiestrategie fördert die erneuerbaren Energien.