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Blochers Kalkül

Zwei Bundesratskandidaten, die nicht anecken: Christoph Blocher zeigt sich mit dieser Aussage nicht etwa altersmilde. Er hat vielmehr eine versteckte Agenda.

Den Worten Christoph Blochers ist Kalkül inhärent. Nie würde sich der SVP-Chefstratege medial äussern, ohne damit eine spezifische Wirkung erzielen zu wollen. Und nicht selten adressieren seine Stellungnahmen statt der breiten Öffentlichkeit die eigenen Reihen. Als Appell nach innen ist auch Blochers aktuelle Aussage zu werten: Seine Partei werde dem Parlament nicht nur einen, sondern zwei Kandidaten für den Bundesrat präsentieren. Mehr noch: zwei Kandidaten, die «nicht anecken», sagte er in der Radiosendung «Echo der Zeit». Blocher, der altersmilde Konsenspolitiker? Mitnichten. Er selbst weiss am besten, dass ihm die politischen Gegner eine solch durchsichtige Strategie niemals abnehmen würden. Nein, Blochers Absicht ist eine andere: Er will den parteiinternen Findungsprozess beeinflussen.

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