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Blochers Tochter soll als seine Nachfolgerin aufgebaut werden

Die SVP wünscht sich, dass die älteste Tochter von Christoph Blocher in die Politik einsteigt. Magdalena Martullo winkt aber ab. Ein politisches Amt sei kein Thema: «Ausser ich muss.»

Ein Herz und eine Seele: Christoph Blocher und seine Tochter Magdalena Martullo an einem Jubiläumsanlass der Ems-Chemie. (14. Januar 2011)
Ein Herz und eine Seele: Christoph Blocher und seine Tochter Magdalena Martullo an einem Jubiläumsanlass der Ems-Chemie. (14. Januar 2011)
Keystone

Eine erste Anfrage als National- und Ständerätin gab es offenbar bereits: Magdalena Martullo (42) soll das politische Erbe von Christoph Blocher (70) antreten, die Zeitung «Der Sonntag» berichtet. Alle, die das Ende der Ära Blocher herbeisehen, müssen ihre Hoffnungen wohl begraben. Denn Martullo, die ihren Vater bereits an der Ems-Spitze ablöste, wird nun auch als seine politische Nachfolgerin aufgebaut, wie «Der Sonntag» schreibt.

SVP-Präsident Toni Brunner sagt gegenüber dem Blatt: «Christoph Blocher schätzt sie als eines der politischsten seiner vier Kinder ein. Er ist überzeugt, dass sie eine gute Politikerin wäre.» Im Moment habe die Ems-Chefin zu wenig Zeit, um sofort einzusteigen. «Es ist aber gut möglich, dass sich die Situation in vier Jahren völlig anders präsentiert», sagt Brunner. «Ich würde mich sehr freuen, wenn sie einsteigt.» Recherchen des «Sonntag» zeigen, dass die Bündner SVP-Sektion Martullo bereits für die diesjährigen Wahlen als National- und Ständeratskandidatin angefragt hat. Doch Martullo sagte vorerst ab. Es ist noch zu früh.

«Ich hätte sie gerne auf der Liste»

Sie will sich voll auf ihre Arbeit im Unternehmen konzentrieren. Der Bündner SVP-Politiker und Nationalratskandidat Livio Zanolari sagt: «Ich hätte sie sehr gerne auf der Bündner Liste gesehen, als National- oder sogar Ständerats-Kandidatin.» Zanolaris Wort hat Gewicht: Er ist Christoph Blochers Kommunikationsberater seit dessen Zeit als Bundesrat.

Für die nächsten vier Jahre scheint sichergestellt, dass die Familie Blocher in der Politik vertreten bleibt: Im Kanton Zürich tritt Christoph Blocher an – zumindest als Nationalrat ist er so gut wie gewählt. Und danach? Am Rand eines Ems-Firmenanlasses wurde Magdalena Martullo kürzlich gefragt, ob sie in die Politik einzusteigen gedenke. «Im Moment ist das kein Thema», antwortete sie gemäss Anwesenden. Um dann anzufügen: «Ausser, ich muss.» Genau diese Redewendung war es, die Blocher vor seiner Kandidatur für den Bundesrat benutzte. Und: Auch den Posten der Ems-Chefin «musste» sie übernehmen, wie es ihr Vater einst sagte.

«In den nächsten Jahren nicht»

Offiziell will Martullo nicht über eine politische Karriere reden. Das Statement lautet, sie habe «in den nächsten Jahren» nicht die Absicht, ein Amt zu übernehmen. Das spricht allerdings nicht gegen einen Einstieg in die Politik in vier Jahren.

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