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Branchenverbände wehren sich gegen Inländervorrang

Gastrosuisse sieht im verschärften Inländervorrang einen unnötigen «Bürokratiemoloch». Auch der Baumeisterverband ist mit dem aktuellen Vorschlag nicht zufrieden.

Hält nicht viel vom Vorschlag der ständerätlichen Kommission: Gastro-Suisse-Präsident Casimir Platzer. (Archivbild)
Hält nicht viel vom Vorschlag der ständerätlichen Kommission: Gastro-Suisse-Präsident Casimir Platzer. (Archivbild)
Urs Flüeler, Keystone

Gastrosuisse und der Baumeisterverband kritisieren den verschärften Inländervorrang, den die ständerätliche Kommission für Berufe mit hoher Arbeitslosigkeit vorsieht. Der Geschäftsführer von Gastrosuisse, Casimir Platzer, spricht von einem «Bürokratiemoloch», der nichts bringe. Selbst bei Berufsleuten, wo die Arbeitslosigkeit im Inland hoch ist, sei es nicht einfach, qualifiziertes Personal zu finden, sagt Platzer in der «Zentralschweiz am Sonntag».

Skeptisch ist auch der Baumeisterverband. «Wir stehen zum Inländervorrang, aber dieser Vorschlag ist unverhältnismässig», sagt Martin A. Senn, stellvertretender Direktor des Baumeisterverbands. Der Vorschlag der Kommission führe dazu, dass vermehrt auf Temporärarbeiter ausgewichen werden müsse und damit weniger Stellen geschaffen werden könnten. Auch bei Berufsgruppen mit hoher Arbeitslosigkeit sei das Bauwesen auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen. «Nur weil national gesehen relativ viele Hilfsarbeiter gemäss Statistik arbeitslos sind, heisst das nicht, dass diese in der betreffenden Region verfügbar sind», sagt Senn.

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