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Brunner, der Brandstifter

Wer auftritt wie SVP-Präsident Toni Brunner, darf später nicht behaupten, er habe kein Feuer gewollt.

Weiss Toni Brunner eigentlich, was er tut? Weiss er, wie verantwortungslos er als Präsident der grössten Partei handelt, wenn er alle Sektionen zum Widerstand gegen neue Asylzentren und die Zuteilung zusätzlicher Asylbewerber aufruft? Er weiss es. Und nimmt die Folgen seines hetzerischen Aufrufs in Kauf. Wer den nächsten Grillabend gegen Syrienflüchtlinge organisiert, in einer Gemeindeversammlung vor dem «Asyl-Tsunami» warnt oder Transparente gegen Asylbewerber aufhängt, tut es auf Geheiss einer Bundesratspartei.

Kein Wort an der Delegiertenversammlung, dass die Schweiz aufgrund von Völkerrecht, internationalen Verträgen, Verfassung und Bundesrecht verpflichtet ist, Verfolgten Schutz zu bieten. Und in einem rechtsstaatlichen Verfahren prüfen muss, wer diesen Schutz benötigt. Stattdessen forderte Brunner ein «Asylmoratorium», das falls nötig mithilfe der Armee durch­gesetzt wird.

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