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Brunner widerspricht Baader

Gestern betonte SVP-Fraktionspräsident Caspar Baader noch, dass er den Angriff auf einen FDP-Bundesratssitz ausschliesse. Nun meldeten sich mehrere SVP-Schwergewichte, die das ein wenig anders sehen.

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«Es ist eine von vielen Möglichkeiten»: Parteipräsident Brunner lässt den Wahlausgang für den 14. Dezember offen.
«Es ist eine von vielen Möglichkeiten»: Parteipräsident Brunner lässt den Wahlausgang für den 14. Dezember offen.
Keystone

Der Angriff auf den FDP-Sitz von Johann Schneider-Ammann könnte für die SVP doch zur Option werden. Zumindest dann, wenn die Abwahl von BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nicht gelingen sollte: «Es ist eine von vielen Möglichkeiten», sagt Parteipräsident Toni Brunner heute Morgen gegenüber dem Schweizer Radio DRS.

Die Strategie für die kommende Bundesratswahl vom nächsten Mittwoch ist bei der SVP offenbar parteiintern umstritten: Denn gestern sprach sich SVP-Fraktionspräsident Caspar Baader gegenüber dem Radio klar gegen einen Angriff auf einen Sitz der FDP aus: «Ja, ich schliesse es aus.»

«Baader hätte besser nichts gesagt»

Bei anderen SVP-Protagonisten sorgt diese Aussage für Befremdung, sie wollen sich den Wahlausgang offen lassen: «Baader hätte besser nichts gesagt», sagt etwa der Aargauer SVP-Nationalrat Luzi Stamm. Im jetzigen Umfeld sei es besser, die Taktik nicht bekannt zu geben. «Wenn die FDP im zweiten Umgang Frau Widmer-Schlumpf wählt, dann sind wir fast gezwungen, die FDP anzugreifen», sagt Stamm.

Auch für den Glarner Ständerat This Jenny gibt es keinen Grund, weshalb die SVP nicht einen Sitz der FDP beanspruchen sollte. Schliesslich habe die «FDP klar weniger Anteile» als die SVP.

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