Bund geschäftet mit US-Spionagefirma
CSC beschäftigt in der Schweiz 600 Mitarbeiter und erhält hierzulande Millionenaufträge – auch vom EJPD. Gleichzeitig dient der IT-Konzern der NSA zu. «Naiv», findet das ein Geheimdienstexperte.
Der US-Geheimdienstapparat hat ein Problem: Er kann die Flut von Überwachungsdaten nicht mehr allein bewältigen. Deswegen setzen Abhörbehörden wie die NSA, die CIA oder das FBI bei ihrer Arbeit vermehrt auf private Firmen. Unbeabsichtigte Bekanntheit erlangte das Beratungsunternehmen Booz Allen Hamilton. Dessen Mitarbeiter Edward Snowden arbeitete für die NSA und löste mit seinen Enthüllungen die weltweite Spionageaffäre aus.
Zum Netzwerk von Geheimdienstpartnern aus der Privatwirtschaft gehört auch der US-Konzern Computer Sciences Corporation (CSC) mit Sitz im Bundesstaat Virginia. Das Tochterunternehmen in der Schweiz, das rund 600 Mitarbeiter beschäftigt, erbringt für den Bund Informatik-Dienstleistungen in Höhe von mehreren Millionen Franken. Dabei haben dessen Angestellte Zugriff auf Daten der Pensions- und Arbeitslosenkasse und auf vertrauliche Dokumente des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD).


