Bund sperrt Federer-Wawrinka für Beamte

Wer den Schweizer Tennis-Krimi live erleben wollte, schaute als Angestellter des Bundes in die Röhre: Die IT stellte alle Streams ab.

Roger Federer gegen Stan Wawrinka: Beamte guckten beim Schweizer Duell in Paris in die Röhre. Foto: Keystone

Roger Federer gegen Stan Wawrinka: Beamte guckten beim Schweizer Duell in Paris in die Röhre. Foto: Keystone

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Die Warnung kam frühzeitig. Im Intranet der Bundesverwaltung hiess es vor dem Schweizer Viertelfinal-Duell zwischen Roger Federer und Stan Wawrinka am French Open, dass Internet-TV-Dienste wie Zattoo (gehört wie diese Website zu Tamedia) während des Spiels gesperrt werden könnten. Sollten sich zu viele Beamte das Spiel an ihrem Rechner ansehen, würde das Netz zu stark belastet.

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Offenbar konnten viele Bundesangestellte dem Tennis-Hit nicht widerstehen. «Ja, die Videostreaming-Plattformen waren aus den Bundesnetzen temporär nicht erreichbar», bestätigt eine Sprecherin des Bundesamts für Informatik (BIT). Die Sperrung sei zeitlich beschränkt. Die Plattformen wurden später wieder freigegeben.

Bleibt auch Nadal unsichtbar?

Doch schon steht das nächste Highlight an: Am Freitag trifft Federer im Halbfinal von Paris auf Rafael Nadal. Und auch dann besteht die Möglichkeit, dass Zattoo und Co. nicht aufgerufen werden können.

Die Aufgabe des BIT sei es, seinen Kunden aus der Bundesverwaltung eine funktionierende Bundesinformatik zur Verfügung zu stellen. Wenn dies gefährdet sei, treffe das BIT entsprechende Massnahmen. «Das bedeutet in solchen Fällen, dass das BIT eine Sperrung von Videostreaming-Plattformen vornehmen kann», so die Sprecherin.

Erstellt: 05.06.2019, 12:53 Uhr

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