Bund stoppt Exporte von Spionage-Technik

Eine Lieferung war für Pakistan bestimmt, eine andere für die Türkei. Doch der Bund hat sich eingeschaltet.

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Zwischen Juli und September dieses Jahres wollte eine Schweizer Firma laut «SonntagsBlick» Spionagetechnik für die Handy- und Internetüberwachung in die Türkei schicken. Der Wert der Ware belief sich auf 60'000 Franken.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) aber verhinderte die Auslieferung. Es war der Ansicht, so der Bericht, dass die Güter als Druckmittel gegen die eigene Zivilbevölkerung verwendet werden sollten. Um welche Firma es sich dabei handelt, könne aus Gründen des Amtsgeheimnisses nicht gesagt werden, heisst es weiter.

Auch der Name einer zweiten Schweizer Firma, bei der das Seco ebenfalls noch eine Auslieferung von Waren stoppte, ist nicht bekannt. Hier soll es sich um Spezialsoftware handeln, die für Pakistan bestimmt gewesen sei. Recherchen des Seco hätten ergeben, dass Pakistan die Ware für die Herstellung von Massenvernichtungswaffen gebrauchen wollte. (roy)

Erstellt: 21.10.2018, 09:00 Uhr

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