Zum Hauptinhalt springen

Rot an der Ampel heisst für Velos wohl bald etwas anderes

Das Bundesamt für Strassen plant, Velofahrern das Rechtsabbiegen bei Rot zu erlauben. Die Idee wurde bereits an verschiedenen Orten getestet.

Auch in Luzern dürfen Velofahrer an einigen Orten bei Rot neu rechts abbiegen. (Archiv)
Auch in Luzern dürfen Velofahrer an einigen Orten bei Rot neu rechts abbiegen. (Archiv)
20 Minuten
1 / 7

Velofahrer sollen künftig bei roter Ampel an Kreuzungen rechts abbiegen dürfen. Der Bund will im Herbst eine entsprechende Änderung der Verkehrsregeln vorschlagen, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. Das Rotlicht würde in diesem Fall zu einem «Kein Vortritt» reduziert.

Grundlage für den Vorschlag ist ein Pilotprojekt im Kanton Basel-Stadt, der dieses Regime während zwei Jahren an zwölf Standorten getestet hat. «Unsere Bilanz ist positiv», sagt Markus Störr vom Amt für Mobilität. Velofahrer hätten den Fussgängern fast nie den Vortritt geraubt, der Anteil solcher Fälle sei «im Promillebereich» gelegen, so Störr.

Leuthard mag die Idee

Die Lobby der Fussgänger befürchtet indes einen Dammbruch. Thomas Schweizer, Geschäftsführer von Fussverkehr Schweiz, warnt, dass in der Folge bald auch Töff- und Autofahrer diese Rechte einfordern würden. Er würde stattdessen die Umlaufzeit der Ampeln verkürzen.

Das Bundesamt für Strassen (Astra) wird nun den Schlussbericht des Pilotprojekts in Basel genau studieren. Nach jüngstem Stand plant die Behörde, die Änderung im Herbst in die Vernehmlassung zu geben. Auch Verkehrsministerin Doris Leuthard hat schon Sympathien für die Idee bekundet.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch