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Bundesamt für Migration wird neu organisiert – zum dritten Mal

Im Bundesamt für Migration jagt ein Umbau den anderen. Nach einem Tiefpunkt unter Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf tritt nun eine weitere Reorganisation in Kraft – und wieder soll alles besser werden.

Das aktuelle Führungsduo im Asylwesen trat ein schwieriges Erbe an: Bundesrätin Simonetta Sommaruga und BFM-Direktor Mario Gattiker.
Das aktuelle Führungsduo im Asylwesen trat ein schwieriges Erbe an: Bundesrätin Simonetta Sommaruga und BFM-Direktor Mario Gattiker.
Lukas Lehmann, Keystone
Das BFM entstand erst 2005 aus dem Bundesamt für Flüchtlinge und dem Bundesamt für Zuwanderung, Integration und Auswanderung (Imes) (früher Bundesamt für Ausländerfragen). Die Fusion war allerdings auch schon unter Bundesrat Arnold Koller (Mitte) ein Thema, dieser wollte die heisse Kartoffel aber nicht anpacken, ...Im Bild: Arnold Koller wird auf dem Flugplatz in Sarajewo vom bosnischen Innenminister Mehmed Zilic begrüsst. (19. März 1998)
Das BFM entstand erst 2005 aus dem Bundesamt für Flüchtlinge und dem Bundesamt für Zuwanderung, Integration und Auswanderung (Imes) (früher Bundesamt für Ausländerfragen). Die Fusion war allerdings auch schon unter Bundesrat Arnold Koller (Mitte) ein Thema, dieser wollte die heisse Kartoffel aber nicht anpacken, ...Im Bild: Arnold Koller wird auf dem Flugplatz in Sarajewo vom bosnischen Innenminister Mehmed Zilic begrüsst. (19. März 1998)
Christoph Ruckstuhl, Keystone
Als Knacknuss dürfte sich für das BFM nun die Einführung der neuen Bundes-Asylzentren erweisen: Gattiker mit seiner Stellvertreterin Barbara Büschi und Stadtrat Martin Waser aus Zürich, das das erste Versuchszentrum beherbergen wird. (1. Februar 2013)(KEYSTONE/Steffen Schmidt)
Als Knacknuss dürfte sich für das BFM nun die Einführung der neuen Bundes-Asylzentren erweisen: Gattiker mit seiner Stellvertreterin Barbara Büschi und Stadtrat Martin Waser aus Zürich, das das erste Versuchszentrum beherbergen wird. (1. Februar 2013)(KEYSTONE/Steffen Schmidt)
Steffen Schmidt, Keystone
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Wenn sich Mitarbeiter eines Bundesamts heimlich an Politiker wenden, ist dies kein gutes Zeichen: «Es brodelte unter der Oberfläche», sagt CVP-Nationalrat Gerhard Pfister rückblickend. Migrationspolitiker wie Pfister erhielten Hilferufe aus dem Bundesamt für Migration (BFM). Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf hatte diesem nach ihrer Wahl in den Bundesrat eine Fitnesskur verordnet, doch am Ende war von «Chaos im Bundesamt für Migration» und einem «besorgniserregenden Know-how-Verlust» die Rede. Drei Jahre später tritt nun per 1. September bereits die nächste Reorganisation in Kraft.

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