Zum Hauptinhalt springen

Bundesrat: An einem Tag lernt man kaum Skifahren

Skitage an Schulen sollen nach dem Willen des Bundesrats nicht subventioniert werden. Um den Wintersport wieder mehr Jugendlichen näherzubringen, schwebt dem Bundesrat eine andere Lösung vor.

Parlamentarier und Bundesrat sehen die Tradition des Schneesports in der Schweiz bedroht: Schüler im Skilager.
Parlamentarier und Bundesrat sehen die Tradition des Schneesports in der Schweiz bedroht: Schüler im Skilager.
Keystone

Ein Bundesbeitrag soll die Kantone dazu bringen, in den Schulen einen Skitag durchzuführen. Der Bundesrat lehnt die Idee aus dem Parlament aber ab: Eine Unterstützung ändert aus seiner Sicht nichts an der sinkenden Bedeutung des Skifahrens bei der Jugend.

Der Berner SP-Nationalrat Matthias Aebischer möchte eine Subvention des Bundes für Schneesporttage in der Schule einführen. Kantone sollen Geld erhalten, wenn sie für Oberstufenschüler einen Tag im Schnee für obligatorisch erklären.

Schulen stellen kein Material mehr bereit

Mit dem Beitrag will der ehemalige Sportjournalist der sinkenden Bedeutung von Ski-, Langlauf- und anderen Schneesportarten bei der Jugend begegnen. Schneesport sei ausserdem für viele Familien heute kaum mehr finanzierbar. Fast alle Unterstützungen für Schulen, günstig Material bereitzustellen, seien weggefallen.

Der Bundesrat lehnt die Subvention ab, wie er in einer am Freitag publizierten Antwort auf Aebischers Motion schreibt. In einem Tag könne Skifahren kaum gelernt werden. Zudem befürchtet die Regierung, dass der administrative Aufwand für die Unterstützung in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen würde.

Schneesportzentren

Um die Tradition des Schneesports in der Schweiz wieder besser aufleben zu lassen, favorisiert der Bundesrat eine umfassendere Strategie. Nützlicher als ein Beitrag an Skitage wären aus Sicht des Bundesrates Schneesportzentren, in denen Schulen günstig Lager durchführen können. In den Zentren würden Material und Unterkunft sowie ausgebildete Leiter zur Verfügung stehen.

Trotz Ablehnung des Bundesrates dürfte das Anliegen im Nationalrat nicht chancenlos sein. Unterstützung für den Vorstoss fand Aebischer bei sportbegeisterten Parlamentariern in sämtlichen Fraktionen.

SDA/mw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch