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Bundesrat ernennt neuen Weko-Präsidenten

Vincent Martenet steht künftig der Wettbewerbskommission vor. Er löst Walter Stoffel ab.

Der Bundesrat hat Vincent Martenet zum neuen Präsidenten der Wettbewerbskommission (Weko) ernannt. Der bisherige Weko-Vizepräsident tritt sein neues Amt Anfang Juli an. Der Professor für Verfassungs- und Wettbewerbsrecht löst Walter Stoffel ab, der per 30. Juni 2010 zurücktritt.

Der 38-jährige Vincent Martenet sei auf das Amt des Weko-Präsidenten bestens vorbereitet, heisst es in einem Communiqué des Volkswirtschaftsdepartements EVD. Er gehöre der Weko bereits seit 2005 an, zuerst als ordentliches Mitglied und seit Anfang 2008 als Vizepräsident.

Als Vize habe er massgeblich zur Verbesserung der Arbeitsweise der Kommission beigetragen und sich hohe Anerkennung verschafft. 2007 bis 2008 war er Mitglied der Evaluationsgruppe Kartellgesetz.

Professor an der Universität Lausanne

Martenet ist hauptberuflich ordentlicher Professor an der Universität Lausanne. Zuvor war er in Zürich und Genf als Anwalt tätig. Er ist in Neuenburg aufgewachsen und französischer Muttersprache. Die Amtszeit von Martenet dauert vorerst bis Ende 2011. Dann laufen die Amtszeiten aller Mitglieder der ausserparlamentarischen Kommissionen aus.

Gleichzeitig mit der Ernennung Martenets sprach der Bundesrat dem abtretenden Weko-Präsidenten Walter Stoffel seine Anerkennung und seinen Dank für dessen langjährige Tätigkeit «im Dienste des Wettbewerbs» aus.

Stoffel seit 2003 im Amt

Während Stoffels Amtszeit, habe die WEKO die revidierten materiellrechtlichen Bestimmungen des Kartellgesetzes umgesetzt sowie die ersten Sanktionsentscheide gefällt. Insbesondere in den Bereichen Telekommunikation, Detailhandel, Gesundheitswesen, Medien, Submissionswesen und Zahlungskarten hat die WEKO in dieser Zeit bedeutende Entscheide gefällt. Stoffel gehörte der Weko während zwölf Jahren an. Seit 2003 wirkte er als deren Präsident.

SDA/jak

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