Zum Hauptinhalt springen

Bundesrat sorgt für Pandemie vor

Was wenn in der Schweiz eine Pandemie ausbricht? Damit sich die Bevölkerung im Notfall möglichst rasch impfen kann, reserviert der Bundesrat bei Novartis Produktionskapazitäten. Das ist nicht gratis.

Andere Länder haben sich laut dem Bund ebenfalls Kapazitäten gesichert: Ein Produktionsanlage von Novartis in Nyon.
Andere Länder haben sich laut dem Bund ebenfalls Kapazitäten gesichert: Ein Produktionsanlage von Novartis in Nyon.
Keystone

Der Bundesrat möchte sicherstellen, dass sich die Bevölkerung im Fall einer Pandemie möglichst rasch impfen lassen kann. Er hat deshalb mit Novartis einen Vertrag ausgehandelt, der während fünf Jahren die Kapazitäten zur Herstellung von Pandemie-Impfstoffen sichert.

Die Kosten für diese Reservation betragen 50 Millionen Franken. Der Bundesrat beantragt dem Parlament einen entsprechenden Verpflichtungskredit als Nachmeldung zum Voranschlag 2015, wie er am Freitag mitteilte.

Ausserdem beantragt er eine Erhöhung des Voranschlagkredits um 9,7 Millionen Franken für die Armeeapotheke. In diesen Kosten nicht enthalten sind die Ausgaben für den Impfstoff im Pandemiefall.

10 Millionen Franken pro Jahr

Impfstoffe seien die wichtigste Massnahme zur Bekämpfung einer Pandemie, hält der Bundesrat fest. Er halte die Reservation von Produktionskapazitäten für unabdingbar, um im Bedarfsfall über genügend Impfstoffe zu verfügen.

Andere Länder in Europa hätten sich ebenfalls Kapazitäten gesichert. Die Kosten von rund 10 Millionen Franken pro Jahr entsprächen etwas mehr als einem Franken pro Einwohnerin und Einwohner. Angesichts der potenziellen Schadensumme durch eine schwere Pandemie halte er dies für tragbar, schreibt der Bundesrat.

Der Vertrag ermöglicht es der Schweiz, im Falle einer Pandemie die nötige Menge an Impfstoffen zu bestellen. Der Bundesrat geht davon aus, dass bei einem schweren Pandemiefall die Impfbereitschaft der Menschen und damit die Nachfrage hoch wäre.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch