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Nicht alle Syrer bekommen Familienasyl

Das Staatssekretariat für Migration hat einer syrischen Ehefrau und deren Kindern Asyl gewährt. Den Ehemann hat das Amt aber nur als Flüchtling anerkannt.

Die Schweizer Behörden versuchen, jeden Fall einzeln abzuwägen: Asylbewerber treffen in einem Zentrum in Genf ein. (2. Juli 2015)
Die Schweizer Behörden versuchen, jeden Fall einzeln abzuwägen: Asylbewerber treffen in einem Zentrum in Genf ein. (2. Juli 2015)
Martial Trezzini, Keystone

Die Schweiz hat einen Syrer lediglich vorläufig aufgenommen und ihm kein Recht auf eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. Seiner Frau und deren Kinder wurde hingegen Asyl gewährt. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Korrektheit dieses Entscheids des Staatssekretariat für Migration (SEM) bestätigt.

Der Mann beantragte vor Bundesverwaltungsgericht, dass ihm abgeleitet vom Status seiner Frau ebenfalls Asyl gewährt wird. Er berief sich auf das im Asylgesetz enthaltene Familienasyl. Dieses sieht vor, dass Ehegatten von Flüchtlingen und ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt werden und Asyl erhalten, wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen.

Gründe nicht glaubwürdig

Das SEM hatte wie bereits die Vorinstanz entschieden, dass die Fluchtgründe des Ehemannes nicht glaubwürdig sind. Erst aufgrund seiner Ausreise sei er in seinem Herkunftsstaat gefährdet, womit er als Flüchtling anerkannt werde.

Allein aufgrund eines solchen sogenannten subjektiven Nachfluchtgrundes wird jedoch kein Asyl gewährt. Gleich wird bei Personen verfahren, die sich im Exil politisch engagieren und deshalb in ihrem Heimatland in Ungnade fallen.

Das Bundesverwaltungsgericht hält in seinem Entscheid fest, dass ein Asylausschluss dazu führe, dass einer Person weder originär, noch abgeleitet von einem Familienmitglied Asyl gewährt werden könne.

(SDA)

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