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Burkhalter fliegt für 500'000 Franken mit Bundesratjet in die Südsee

Didier Burkhalters sechstägige Dienstreise verschlang rund eine halbe Million Franken. Für das EDA ist es trotzdem die günstigste Variante.

Teure Reise ans andere Ende der Welt: Bundesrat Didier Burkhalter am Flughafen Bern-Belp. (20. Mai 2014)
Teure Reise ans andere Ende der Welt: Bundesrat Didier Burkhalter am Flughafen Bern-Belp. (20. Mai 2014)
Gian Ehrenzeller, Keystone
Burkhalter traf sich auf seiner Reise unter anderem mit dem neuseeländischen Aussenminister Murray McCullay in Auckland. (25. Oktober 2013)
Burkhalter traf sich auf seiner Reise unter anderem mit dem neuseeländischen Aussenminister Murray McCullay in Auckland. (25. Oktober 2013)
New Zealand Herald, Jason Oxenham, Keystone
Auch ein Arbeitsbesuch in Australien mit Amtskollegin Julie Bishop stand an. (28. Oktober 2013)
Auch ein Arbeitsbesuch in Australien mit Amtskollegin Julie Bishop stand an. (28. Oktober 2013)
Rob Griffith, Keystone
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Didier Burkhalter reiste im Oktober 2013 für Arbeitsbesuche nach Australien, Neuseeland und auf die Südseeinsel Vanuatu. Dafür bestieg der Aussenminister mit vier Mitarbeitern den Bundesratsjet. Ein teurer Trip. Wie der «Blick» und die «Weltwoche» schreiben, kostete die sechstägige Reise rund 500‘000 Franken. Dies gehe aus Unterlagen der Luftwaffe hervor. Allein der Flug mit dem Bundesratsjet Falcon 900 habe 460‘000 Franken verschlungen, heisst es im Bericht. Dazu kamen Vorausflüge in der Business Class von Flugzeugcrews, die an den jeweiligen Destinationen den Bundesratsjet übernahmen sowie weitere Auslagen für die ganze Delegation. Es soll einer der teuersten Arbeitsbesuche sein, die je ein Bundesrat unternommen hat.

Die Zeitung rechnet vor: Die Option Linienflug hätte nur ein Bruchteil gekostet (rund 79‘000 Franken). Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) verwarf diese Möglichkeit, obwohl der Privatjet eher ungeeignet ist für solch lange Reisen. Laut dem Flugprotokoll war die Maschine 54 Stunden in der Luft und musste jeweils im indischen Ahmedabad und auf Bali zwischenlanden.

Lieber Dienstreisen als Leerflüge

Das EDA widerspricht. Die Vollkosten seien nicht entscheidend. Vielmehr müsse verglichen werden, wie viel teurer der Flug ans andere Ende der Welt gegenüber einem Leerflug des Bundesratsjets wäre. Die Piloten der Falcon 900 müssen pro Jahr eine gewisse Anzahl an Flugstunden absolvieren. Werden diese mit Dienstreisen nicht erreicht, müssen die Flugkapitäne ohne Passagiere für Rundflüge abheben.

So gerechnet habe Burkhalters Südsee-Reise nur Mehrkosten in der Höhe von 46‘000 Franken verursacht, heisst es beim EDA. «Es ist deshalb eindeutig günstiger, einen Bundesrat mit dem Bundesratsjet reisen zu lassen», sagt Sprecher Jean-Marc Crevoisier zum «Blick». Auch habe die Option Falcon 900 mehr Flexibilität sowie eine raschere Rückkehr erlaubt.

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