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Cannabis aus der Apotheke

In Bern sollen Apotheken versuchsweise Cannabis an eine Gruppe von Kiffern verkaufen.

Für Kiffer vom Apotheker: Cannabis zum Rauchen.
Für Kiffer vom Apotheker: Cannabis zum Rauchen.
Fotolia

Stadtberner Apotheken sollen versuchsweise Cannabis an eine Gruppe von Kiffern verkaufen. Die Stadt Bern hat die Uni Bern mit der Erarbeitung eines entsprechenden Forschungsprojekts beauftragt.

Die Stadtregierung gibt dabei mehrere Eckpunkte vor, wie Gemeinderätin Franziska Teuscher am Montag vor den Medien erläuterte: Bei den Studienteilnehmern muss es sich um mindestens 18-jährige Frauen und Männer handeln, die ihren Wohnsitz in der Stadt Bern haben und bereits Cannabis konsumieren.

Bis in vier Monaten ein Forschungsprojekt

Der Verkauf des Cannabis soll über Apotheken verfolgen. So könne eine bestehende professionelle Infrastruktur genutzt werden, sagte Teuscher. «Zudem geniessen Apotheken das Vertrauen der Bevölkerung, haben das nötige Fachwissen im Umgang mit Betäubungsmitteln und verfügen über Kontroll- und Sicherheitsdispositive.»

Das wissenschaftliche Forschungsprojekt sollte innert drei bis vier Monaten erstellt werden können, sagte Matthias Egger, Direktor der Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Uni Bern. Dafür ist ein Kostendach von 20'000 Franken vorgesehen.

Ausnahmebewilligung nötig

Mehrere Städte - darunter auch Zürich, Genf und Basel - haben Interesse signalisiert, ein Pilotprojekt für den regulierten Zugang zu Cannabis durchzuführen. In der Stadt Bern hat sich das Parlament im März 2015 für einen entsprechenden Versuch ausgesprochen.

Das letzte Wort hat allerdings der Bund, der eine Ausnahmebewilligung erteilen müsste. Denn das Betäubungsmittelgesetz verbietet grundsätzlich den Cannabis-Konsum in der Schweiz.

SDA/cla

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