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Chlorothalonil-Verbot: Syngenta zieht Fall weiter

Der Chemiekonzern wirft dem Bund vor, seine eigene Beurteilung, dass das Abbauprodukt ungefährlich sei, zu ignorieren.

Die grösste Produktionsstätte von Syngenta in Monthey VS – dort werden Herbizide, Fungizide und Insektizide hergestellt. Bild: Keystone/Gaetan Bally
Die grösste Produktionsstätte von Syngenta in Monthey VS – dort werden Herbizide, Fungizide und Insektizide hergestellt. Bild: Keystone/Gaetan Bally

Der Streit um Chlorothalonil ist noch nicht beendet. Im Dezember hatte der Bund verfügt, die Zulassung für das Fungizid, das die EU-Kommission als wahrscheinlich krebserregend einstuft, sofort zu widerrufen. Syngenta beabsichtigt nun, gegen diese Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einzulegen, wie eine Sprecherin auf Anfrage bekanntgibt.

Der Agrochemiekonzern will damit nicht nur die Aufhebung der Verfügung erwirken. Erklärtes Ziel ist es auch, die Art und Weise, wie die Behörden den Widerruf des Verkaufs und der Anwendung von Wirkstoffen anordnen, gerichtlich zu überprüfen. Bedeutsam ist dabei die Frage, nach welchen Kriterien die Behörden einen Wirkstoff beziehungsweise dessen Abbauprodukte beurteilen. Und wie und in welchem Zeitrahmen sie den Widerruf verfügen.

Syngenta wirft dem Bund vor, seine eigene Beurteilung zu ignorieren. Die Behörden hätten ins Feld geführt, es seien Abbauprodukte von Chlorothalonil im Grundwasser nachgewiesen worden. Zugleich hätten sie bestätigt, dass die hauptsächlich diskutierten Abbauprodukte im Trinkwasser als nicht relevant eingestuft worden seien, für Mensch und Umwelt also ungefährlich seien.

Bis zu einem rechtskräftigen Entscheid verzichtet Syngenta auf den Verkauf von Chlorothalonil in der Schweiz. Damit bleibt das zurzeit geltende Verkaufs- und Anwendungsverbot von Chlorothalonil vorläufig in Kraft.

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