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CVP-Fraktionschef fordert zwei SVP-Sitze im Bundesrat

Filippo Lombardi bezeichnet in einer Gastkolumne die Abwahl Christoph Blochers als Fehler, die die Politik in Bundesbern vergiftete. Die CVP-Fraktion hat daran wenig Freude.

dia
Widersetzte sich 2007 der Vorgabe der Parteispitze und wählte Christoph Blocher: Filippo Lombardi an der Delegiertenversammlung im Tessin. (30. Juni 2015)
Widersetzte sich 2007 der Vorgabe der Parteispitze und wählte Christoph Blocher: Filippo Lombardi an der Delegiertenversammlung im Tessin. (30. Juni 2015)
Gabriele Putzu, Keystone

Die SVP bekommt im Wahljahr Unterstützung von der CVP. In einem Gastkommentar im «Corriere del Ticino» fordert Fraktionspräsident Filippo Lombardi zwei SVP-Sitze im Bundesrat. Die Abwahl von Christoph Blocher im Jahre 2007 sei «ein Fehler» gewesen.

Er selbst habe sich damals den Plänen vergeblich widersetzt, zusammen mit 11 Fraktionskollegen. «Diese Operation ist von unseren Chefs, Urs Schwaller und Christophe Darbellay, zusammen mit den Sozialisten und Grünen vorbereitet worden», schreibt Lombardi. Aber auch einige FDPler hätten ihre Stimme der heutigen Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf gegeben.

Kritik aus eigenen Reihen

Die Unterrepräsentation der SVP in der Landesregierung sorge seit acht Jahren für eine grundlegende politische Krise. «Die Abwahl hat zu einer Vergiftung der Bundespolitik geführt», schreibt Lombardi. Damit müsse nun Schluss sein.

Die Aussagen des Fraktionschefs kommen bei einigen seiner Parteikollegen schlecht an, berichtet die «NZZ». Die Kritik: Solch wichtige Fragen müssten in der Fraktion besprochen werden. Es sei unschön, dass die CVP-Spitze vor den Wahlen nicht mit einer Stimme spreche. Das Vorgehen Lombardis wird von den nicht näher genannten CVP-Fraktionsmitgliedern als «ungeschickt» bezeichnet.

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