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Cybermobbing: Der Fall Céline kommt vor Gericht

2017 hat sich die 13-jährige Céline das Leben genommen. Sie war in sozialen Netzwerken beleidigt und bedroht worden. Jetzt wird der Fall von drei Richtern beurteilt.

«Die Geschichte zeigt, was durch Mobbing passieren kann»: Die Eltern von Céline äussern sich zu Cybermobbing. Video: SRF/Tamedia

Zwei Jahre nachdem sich die 13-jährige Céline aus Spreitenbach AG das Leben genommen hat, wird ihr Fall von einem Gericht beurteilt. Das Jugendgericht Dietikon hat die Hauptverhandlung auf den 26. Februar angesetzt, wie die «Schweiz am Wochenende» berichtet.

Der Tod von Céline hat vor zwei Jahren in der Schweiz eine intensive Debatte über Cybermobbing ausgelöst. Die 13-Jährige war von einem 14-Jährigen unter Druck gesetzt worden, ihm erotische Fotos zu schicken. Eines dieser Bilder war auf der Social-Media-Plattform Snapchat weiterverbreitet worden. Rund 500 Jugendliche hatten das Selfie gesehen. Céline wurde daraufhin massiv beleidigt und bedroht. Wenig später nahm sie sich das Leben.

Angeklagt in dem Fall ist der damals 14-Jährige, der Céline wegen der Fotos unter Druck gesetzt hatte. Er war Anfang dieses Jahres per Strafbefehl wegen Nötigung verurteilt worden und musste einen kurzen Arbeitseinsatz leisten. Célines Eltern erschien dieses Verdikt zu milde – sie haben deshalb Einsprache eingelegt. Die Chancen auf ein härteres Urteil stehen schlecht, dennoch ist den Eltern der Gang vor Gericht wichtig: Sie wollen eine Gesetzeslücke aufzeigen und fordern einen eigenen Straftatbestand für Cybermobbing.

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