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«Da müssen wir knallhart vorgehen»

Kriminelle Asylbewerber, schwierige Suche nach Unterkünften: Der Migrationschef des Bundes, Mario Gattiker, erklärt, warum es so lange dauerte, bis es mit der Asylpolitik vorwärtsging.

«Wir schlafen nicht»: Mario Gattiker, Direktor des Bundesamtes für Migration (BFM), im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) in Basel. (21. August 2012)
«Wir schlafen nicht»: Mario Gattiker, Direktor des Bundesamtes für Migration (BFM), im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) in Basel. (21. August 2012)
Keystone

Manche Asylsuchende, vor allem solche aus Tunesien, fallen negativ auf. Sie reagieren aufsässig, sie stehlen, sie bringen die Bevölkerung gegen sich auf. Das erschwert mit Garantie Ihre Arbeit.

Stimmt. Wobei solches Verhalten bei mir keine Frustration auslöst, sondern Ärger. Die Antwort darauf kann nur heissen, dass wir konsequent das Gesetz anwenden. Dabei bin ich für eine strikte Haltung. Wer die öffentliche Ordnung und Sicherheit stört, hat die Zwangsmassnahmen des Ausländergesetzes zu gewärtigen: Rayonverbote, Haft, Ausschaffungshaft, da müssen wir knallhart vorgehen. Asylsuchende, die kriminell werden, schaden allen anderen. Und sie machen es noch schwieriger, Schweizerinnen und Schweizer davon zu überzeugen, dass Flüchtlinge nicht einfach Schmarotzer sind. Und dass wir für sie Unterkünfte bereitstellen müssen.

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