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Dann eben kantonale Einheitskassen

Die Gesundheitsdirektoren in Genf und der Waadt wollen sich bei einem Nein am 28.September nicht geschlagen geben. Für eine kantonale Einheitskasse braucht es allerdings eine Änderung des Bundesgesetzes.

In der Westschweiz denkt man anders über die Einheitskasse: Hausarzt mit Patientendaten. Foto: Doris Fanconi
In der Westschweiz denkt man anders über die Einheitskasse: Hausarzt mit Patientendaten. Foto: Doris Fanconi

Es sieht schlecht aus für die Befürworter der Volksinitiative «Für eine öffentliche Krankenkasse». Gemäss der in der letzten Woche publizierten SRG-Umfrage lehnen 51 Prozent die Initiative ab. Nur 40 Prozent sagen Ja. Anders das Bild in der Westschweiz: Hier gibt es zurzeit ­einen Ja-Anteil von 55 Prozent. Würde man die Kantone Genf und Waadt für sich betrachten, läge der Ja-Anteil wohl noch höher, weil hier die Zustimmung für die Einheitskasse weit ins bürgerliche Lager reicht. Mit Jacques Neyrinck (VD) und Guillaume Barazzone (GE) ­haben denn auch zwei CVP-Nationalräte im Parlament für die Einheitskasse ­votiert – entgegen der Haltung der CVP Schweiz. «Für meine Partei ist die Einheitskasse des Teufels», sagt Neyrinck. Was den Waadtländer nicht weiter erstaunt, sitzen gemäss seinen Angaben doch 60 bürgerliche Bundesparlamen­tarier in Krankenkassengremien, die entsprechend gegen die Einheitskasse ­lobbyierten.

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